Ulrike Sapiro · Brüssel

Un//Common

Beratung, Governance und Führung für den Übergang zu einer Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen.

25 Jahre Führungsverantwortung für Nachhaltigkeit, Natur und Stakeholder-Strategie in Konsumgüterindustrie, Chemie und Versorgungswirtschaft. Aufsichts- und Beiratsmitglied, Beraterin und derzeit Geschäftsführerin der Jacques Delors Friends of Europe Foundation und des Think Tanks Friends of Europe.

Gemeinsame Ziele. Ungewöhnliche Wege.

Der Name

‚Common‘ ist der Zweck.

Wasser, Boden, Klima, Biodiversität, Vertrauen, Wohlstand: Was am meisten zählt, gehört uns gemeinsam und lässt sich nur gemeinsam sichern. Ich habe meine Laufbahn in globalen Unternehmen genau diesen gemeinsamen Gütern gewidmet, in der Überzeugung, dass Unternehmen dann am besten wirtschaften, wenn sie die Gemeingüter als Vermögen behandeln, das es zu bewahren gilt, und nicht als Ressource, die man aufbraucht.

‚Uncommon‘ ist die Methode.

Die Probleme sind kollektiv, doch die Antworten entstehen selten dadurch, dass man das Übliche ein wenig besser macht. Sie entstehen, wenn man eine andere Frage stellt, eine Grenze überschreitet, die andere zu höflich respektieren, Menschen zusammenbringt, die sonst nicht am selben Tisch sitzen, und bereit ist, sich zu bewegen, bevor der Konsens bequem geworden ist.

Der doppelte Schrägstrich markiert den Punkt, an dem beides zusammenkommt. Er ist Pause und Wendepunkt zugleich: dem Gemeinwohl verpflichtet, unkonventionell auf dem Weg dorthin.

So wird aus einem Wasserprogramm eine Geschäftsstrategie, aus einer Berichtspflicht ein Governance-Vorteil und aus einem Nachhaltigkeitsziel eines, das der Begegnung mit dem Vorstand standhält.

Wie ich arbeite

Vier Stellen, an denen Nachhaltigkeit meistens scheitert.

Unabhängig vom Thema scheitern die meisten Nachhaltigkeitsvorhaben an denselben vier Punkten: Sie sind nicht in der Strategie verankert, sie haben keine Verantwortlichen in der Governance, sie werden von Regulierung und Politik überrascht, die sie nicht kommen sahen, und sie lassen sich den Menschen, die sie tragen sollen, nicht glaubwürdig erklären. Diese vier Dinge treiben meine Arbeit.

01

Strategie

Ambition in einen Plan übersetzen, den das Unternehmen umsetzen und verteidigen kann: Wesentlichkeit und Prioritäten, Zielsetzung, die Verbindung zu Geschäftswert und Risiko, und die Erzählung, die ihn nach innen und außen trägt. Ich habe Nachhaltigkeitsstrategien in einem DAX-40-Konzern und in einem globalen Konsumgüterunternehmen aufgebaut. Ich kenne den Unterschied zwischen einer Strategie, die sich gut liest, und einer, die Entscheidungen verändert, und weiß, wie man Verantwortlichkeiten so organisiert, dass aus Zielen Handeln wird.

02

Governance

Gestalten, wie über Nachhaltigkeit tatsächlich entschieden wird, wer sie verantwortet und wer sie überwacht: Gremien- und Ausschussstrukturen, Verantwortung im Management, funktionsübergreifende Zusammenarbeit und das Verhältnis zu den Eigentümern, ob börsennotierter Streubesitz, Private-Equity-Investor oder Gründerfamilie. Ich habe einen Nachhaltigkeitsausschuss des Vorstands betreut, mit Aufsichtsräten und Gesellschafterausschüssen von Familienunternehmen gearbeitet und sitze selbst in Gremien. IMD-zertifiziert in Board Governance.

03

Politik und Regulierung

Das politische und regulatorische Umfeld früh genug lesen, um es mitzugestalten, und es in die Strategie einbauen, statt darauf zu reagieren. Ich arbeite seit 25 Jahren mit internationalen und europäischen Institutionen, zu Wasser, Klima, Verpackung, Landwirtschaft, Unternehmensberichterstattung und Sorgfaltspflichten, und habe politische Interessenvertretung über Branchenverbände, Koalitionen und Think Tanks geführt. Ich weiß, wie in Brüssel Gesetze entstehen, wie man sich konstruktiv einbringt und wie man das Ergebnis für ein Aufsichtsgremium übersetzt.

04

Berichterstattung und Narrativ

Dafür sorgen, dass die Zahlen halten und die Geschichte ankommt. ESG-Daten, Berichterstattung und Prüfung sind die Grundlage für Glaubwürdigkeit und datenbasierte Entscheidungen. Ich habe eine erste CSRD-Berichterstattung verantwortet und den weiteren EU-Rahmen (CSDDD, EUDR, Green Claims, Sustainable Finance) integriert, ESG-Ratings (CDP, EcoVadis) verbessert und die Integrität von Aussagen zu Klima, Natur und Lieferketten gesichert. Die andere Hälfte der Aufgabe ist ein glaubwürdiges Narrativ rund um die Zahlen: eines, das der Vorstand sich zu eigen macht, in dem sich die Mitarbeitenden wiedererkennen, dem Investoren und Ratingagenturen vertrauen und das Regulierer, NGOs und Medien nicht auseinandernehmen können.

Was ich kann

Drei Felder, ein Heimspiel.

Klima

Richtung geben bei Net-Zero-Strategie und Zielen, operativer Effizienz und erneuerbaren Energien, Scope 3 und Dekarbonisierung der Lieferkette sowie Sustainable-Finance-Rahmenwerken. Ich habe funktionsübergreifend, von Wissenschaft bis IT, den technischen und organisatorischen Aufbau von Treibhausgas- und Ökobilanzierung gesteuert und kenne die praktische Realität von Emissionsminderung im laufenden Betrieb: Scope 1–3 bei Henkel in vier Jahren um 29 % gesenkt.

Wasser und Natur mein Heimspiel

Wasserstrategien und Wassersicherheit auf globaler und lokaler Ebene auf Basis robuster Methodik und Daten, Investitionen in Einzugsgebiete und Landschaften, nachhaltige Landwirtschaft und Klimaresilienz bei globalen landwirtschaftlichen Rohstoffen. Ich kenne den Wert naturbasierter Lösungen und weiß, was nötig ist, damit sie glaubwürdig und finanzierbar werden. Ich habe Investitionen von bis zu 40 Mio. US-Dollar jährlich in Wasser- und Gemeinschaftsprojekte gesteuert, Unternehmensziele für Natur und Wasser gesetzt und zwei Jahrzehnte mit führenden Naturschutzorganisationen und globalen Initiativen für Wasser und Landwirtschaft zusammengearbeitet.

Kreislaufwirtschaft

Verpackung, Recycling und zirkuläre Geschäftsmodelle, vom Entwurf einer globalen Strategie für nachhaltige Verpackungen bis zur Führung der EU-Interessenvertretung zur Kreislaufwirtschaft über Branchenverbände. Die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) ist ein gutes Beispiel: Ich habe Unternehmen geholfen, EPR nicht als zu minimierenden Kostenfaktor zu sehen, sondern als strategischen Hebel, um Verpackungswertschöpfungsketten aufzubauen, die Materialversorgung und Wettbewerbsvorteile sichern.

Über alle drei Felder hinweg: ein Netzwerk, das Unternehmen, NGOs, multilaterale Institutionen, Investoren und politische Entscheidungsträger in Brüssel und darüber hinaus verbindet.

Formen der Zusammenarbeit

Vom Aufsichtsratsmandat bis zur neu aufgebauten Funktion.

Für Unternehmerfamilien und Eigentümer, Vorstände und Geschäftsführungen, Aufsichtsräte, Investoren und Nachhaltigkeitsverantwortliche.

Gremienmandate
Aufsichtsrats- und Beiratsmandate sowie Advisory Boards für Unternehmen und Organisationen, für deren Strategie Natur, Klima und Nachhaltigkeit wesentlich sind.
Beratung
Strategie, Governance, Politik und Berichterstattung, vom fokussierten Review bis zum mehrmonatigen Mandat.
Interims- und Führungsverantwortung
Organisationen und Funktionen durch Aufbau, Transformation oder Übergang führen.
Vorträge und Moderation
Aufsichtsgremien, Führungsteams und Belegschaften, Investoren- und Stakeholder-Foren.
Ulrike Sapiro
Ulrike Sapiro · Gründerin
Über mich

In globalen Unternehmen aufgebaut. Heute von außen für die Gemeingüter tätig.

Ich bin Gründerin von Un//Common und derzeit Geschäftsführerin der Jacques Delors Friends of Europe Foundation und von Friends of Europe in Brüssel, zwei unabhängigen europapolitischen Think Tanks, die sich für ein starkes, nachhaltiges und unabhängiges Europa einsetzen.

Bis Dezember 2025 war ich Chief Sustainability Officer der Henkel AG, eines deutschen, familienkontrollierten und international tätigen DAX-40-Unternehmens. Dort habe ich die Nachhaltigkeitsfunktion und -strategie des Firmas aufgebaut habe, die ersten Net-Zero-, Natur- und Wasserziele des Konzerns gesetzt und den ersten CSRD-Bericht verantwortet. Zuvor war ich dreizehn Jahre bei The Coca-Cola Company, einem globalen Konsumgüterkonzern, in mehreren Führungsrollen für nachhaltige Verpackung, Wasser und nachhaltige Landwirtschaft, zuletzt als Senior Director Global Water Stewardship & Sustainable Agriculture. Begonnen habe ich meine Laufbahn bei RWE Thames Water.

Ich bin Trustee von Water & Sanitation for Urban Populations, war Mitglied des Aufsichtsrats von Wetlands International und Präsidentin der SAI Platform und habe ein Postgraduate Certificate in Sustainability Leadership der University of Cambridge sowie das IMD-Zertifikat Mastering Board Governance. Deutsche, in Brüssel zuhause, fließend in Englisch, Deutsch und Französisch. So oft wie möglich draußen; ich bewirtschafte meinen eigenen Wald.